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Blick über die Aller zwischen Bäumen hindurch auf die Rathsmühle, an deren Gerüst die bunten Banner leuchten.
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Die Kunst ist an der Rathsmühle angekommen

9. Oktober 2026 · Zandra Gröschner Rico del Valle und Roman Thomas · Projekte

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Seit Freitag hängen sie: Der größte Teil der Kunstwerke, die die Jury im August ausgewählt hat, ist als großformatige Banner am Gerüst der Rathsmühle zu sehen. Offiziell eröffnet wird die Fassadenausstellung am Mittwoch, 4. November 2026, um 12:30 Uhr. Und sie bleibt länger als geplant: Die Banner hängen, solange die Baumaßnahme dauert.

Wer in diesen Tagen über die Mühlenstraße in die Innenstadt geht, sieht an der Rathsmühle Ölbilder, Aquarelle, Fotografien und digitale Arbeiten, wo bis vor Kurzem nur Stahlrohre und Bohlen das Bild bestimmt haben. Die übrigen Banner, die zur Eröffnung hängen sollen, folgen in den nächsten Tagen. Ganz fertig ist der Anblick damit noch nicht: Als Nächstes wird hinter den Bannern eine weiße Plane über die gesamte Fassade gezogen. Dann stehen die Werke vor einem ruhigen, hellen Grund, und die Rathsmühle wird noch einmal anders aussehen als heute.

Fünf Menschen in Arbeitskleidung, vier davon mit Klettergurt, stehen lachend vor dem Gerüst der Rathsmühle, an dem oben die ersten Kunstbanner hängen.

Sie haben die ersten Banner an die Rathsmühle gebracht, von links nach rechts: Roman Thomas, Simon Schwab, Zandra Gröschner, Alwin Gröschner und Daniel Wunn. Foto: privat

Fünf am Gerüst

Gehängt haben die Banner Zandra und Alwin Gröschner, Roman Thomas und Simon Schwab. Tatkräftige Hilfe bekamen sie von Daniel Wunn, der im August schon in der Jury saß und nun mit am Gerüst stand.

Ein Mann mit Mütze und Klettergurt kniet auf dem Gerüst und befestigt die Ecke eines Banners.

Hängung am 9. Oktober 2026: Mit Klettergurt gesichert, wird jedes Banner einzeln am Gerüst befestigt. Foto: Roman Thomas

Ein Teil kommt nach dem Jahreswechsel

Wie viel Platz ein Gerüst wirklich bietet, zeigt sich erst, wenn es steht. Bei der Planung ließ sich das noch nicht genau absehen, und beim Aufbau stellte sich heraus, dass ein Teil der Werke aus bautechnischen Gründen am jetzigen Gerüst nicht hängen kann. Zur Eröffnung ist deshalb der größte Teil der Ausstellung zu sehen. Die übrigen Werke kommen nach dem Jahreswechsel dazu, sobald auf der linken Seite des Gebäudes ein zweites Gerüst aufgebaut ist.

Dass das kein Nachteil bleibt, liegt an einer Nachricht, die am selben Tag kam: Das Gerüst bleibt länger stehen als ursprünglich geplant, so lange, wie die Baumaßnahme dauert. Damit bleibt auch die Ausstellung länger als gedacht, und die Werke, die erst nach Neujahr hängen, sind dann noch lange gemeinsam mit allen anderen zu sehen.

„Wir hätten zur Eröffnung gern alle 55 gezeigt, und ich weiß, dass sich die Künstlerinnen und Künstler, die jetzt noch warten, darauf gefreut haben“, sagt Roman Thomas, 2. Vorsitzender von Denk.Mal e.V. „Aber jedes ausgewählte Werk kommt an die Fassade, und die Ausstellung bleibt jetzt länger an der Rathsmühle als zuerst gedacht.“

Oben am Gerüst hängt das Banner mit den Logos der Förderer, darunter stehen drei Menschen auf einer Gerüstetage neben einem Kunstbanner, unten das Schild des Gerüstbauers.

Gefördert von der Stadt Celle, den Stadtwerken Celle und dem Soroptimist International Club Celle: Das Banner der Förderer hängt mit am Gerüst, darunter geht die Arbeit an den Kunstbannern weiter. Foto: Roman Thomas

Eröffnung am 4. November

Für die Ausstellung hatten sich 130 Künstlerinnen und Künstler aus Celle und der Region mit 347 Werken beworben. Die Jury hat im August 55 davon ausgewählt, von jeder Person genau eines. Die Banner hängen, solange das denkmalgeschützte Gebäude saniert wird: öffentlich, kostenlos und an einem Ort, an dem täglich viele Menschen auf dem Weg in die Innenstadt vorbeikommen.

Zur offiziellen Eröffnung am Mittwoch, 4. November 2026, um 12:30 Uhr an der Rathsmühle in der Mühlenstraße lädt Denk.Mal e.V. ein. Oberbürgermeister Dr. Nigge ist eingeladen. Alle sind herzlich eingeladen, komm gern vorbei.

Weitere Bilder vom Aufbau gibt es in der Online-Galerie.

Titelbild: Blick über die Aller auf die Rathsmühle. Foto: Roman Thomas

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